Romy’s Auslandsjahr in England – Eine unvergessliche Erfahrung

Romy mit ihren Freunden (auch Austauschschüler)


Romy’s Auslandsjahr in England – Eine unvergessliche Erfahrung

Romy ist 18 Jahre alt und verbrachte ihr Auslandsjahr im Alter von 17 Jahren in England, genauer gesagt in Portsmouth nahe London. Vom 19. August 2023 bis zum 4. Juni 2024 sammelte sie dort viele neue Erfahrungen. Die Entscheidung für das Auslandsjahr wurde unter anderem durch eine Freundin beeinflusst, die selbst ein Austauschjahr gemacht hatte. England mochte sie bereits zuvor sehr, allerdings war es eher Zufall, dass sie von der Organisation genau diesem Land zugeteilt wurde.

Vorbereitung auf das Auslandsjahr

Vor ihrem Aufenthalt bereitete sich Romy intensiv vor. Sie verbrachte Zeit mit Freunden, um die bevorstehende Trennung vorzubereiten, brachte ein kleines Gastgeschenk für ihre Gastfamilie mit und knüpfte bereits vor der Ankunft Kontakte in England.

Besonders zu beachten war, dass manche Dinge erst ab 18 Jahren verfügbar sind – zum Beispiel bestimmte Freizeitangebote oder auch Nägel clips – und dass man mit 16 Jahren bereits eingeschränkten Zugang zu einigen Getränken wie Red Bull hat. Außerdem empfiehlt Romy, sich vorher über die Lebenshaltungskosten zu informieren, da England, besonders London, sehr teuer ist.

Romy in London im Tennisstadion

Schule in England

Romy besuchte ein College, wo sie sich auf drei Fächer spezialisierte: Psychologie, Physical Education (PE) und Computer Science. Anders als in Deutschland bestand ihr Alltag zu etwa 50 % aus Unterricht und 50 % aus eigenständigem Lernen (siehe Romy’s Stundenplan unten). Dadurch hatte sie deutlich mehr Freizeit.

• Physical Education (PE): Sehr interessant, weil sie viel über den menschlichen Körper, Trainingstechniken und die Rolle eines Trainers lernte.

• Psychologie: Herausfordernd, da viele theoretische Inhalte, Case Studies und die Analyse von extremen Situationen gelernt werden mussten.

• Computer Science: Praxisnah und spannend.

Der Unterricht war entspannt: Lehrkräfte wurden mit dem Vornamen angesprochen. Besondere schulische Aktivitäten waren der International Day, bei dem verschiedene Länder durch Stände vorgestellt wurden.

Vergleich zu Deutschland:

Romy findet das deutsche Schulsystem in manchen Punkten leichter, da man hier eine größere Fächerauswahl hat. In England muss man sich früh auf wenige Fächer spezialisieren, dafür ist das A-Level-System sehr praxisnah und erlaubt ein gezieltes Studium später.

Alltag und Unterkunft

Romy begann ihren Tag später als in Deutschland. Nach der Schule nutzte sie die Freizeit für Treffen mit Freunden oder eigene Aktivitäten. Das Abendessen fand bereits um 18 Uhr statt, was für sie anfangs ungewöhnlich war.

Romy musste während ihres Aufenthalts die Gastfamilie wechseln: Die erste war distanziert und egoistisch, die zweite herzlich, sodass sie sich wie ein richtiges Familienmitglied fühlte.

Vergleich Alltag Deutschland vs. England:

Hund der Gastfamilie in Portsmouth

Romy fand, dass der Alltag in Deutschland einfacher ist, vor allem weil das Leben in England teuer ist und vieles organisiert werden muss. Cardiff gefiel ihr besonders gut, London war hingegen teurer und hektischer.

Sprache und persönliche Entwicklung

Romy gewöhnte sich schnell an die englische Sprache. Verstehen und sprechen fiel ihr im unterricht anfangs schwerer. Durch den täglichen Kontakt und den Unterricht verbesserte sich ihr Englisch deutlich – Grammatik und Ausdruck wurden sicherer.

Das Auslandsjahr machte sie selbstständiger, offener und extrovertierter. Sie lernte, eigene Entscheidungen zu treffen und mit schwierigen Situationen umzugehen.

Freizeit, Kultur und Erlebnisse

Romy mit ihrer Freundin beim Cardiff Castle

Romy erkundete Städte, besuchte Sehenswürdigkeiten und knüpfte Freundschaften mit Einheimischen und anderen Austauschschüler:innen. Auffällig waren kulturelle Unterschiede: Engländer:innen sind höflich, aber zurückhaltend; im Bus setzen sich Fremde selten nebeneinander. Gleichzeitig genoss sie die freundliche Ansprache im Alltag, z. B. „love“ von Verkäuferinnen.

Obwohl sie gelegentlich Heimweh hatte, wollte Romy nie zurück nach Deutschland. Sie lernte, die Familie und Freunde mehr zu schätzen und erkannte, wie wertvoll ein Zuhause ist.

Tipps für zukünftige Austauschschüler:innen

Romy empfiehlt ein Auslandsjahr jedem, der offen, kontaktfreudig und bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen.

Ihre wichtigsten Tipps:

• Positive Einstellung: Nicht zu viel über Probleme nachdenken („nicht overthinken“).

• Bei Problemen mit der Gastfamilie kann man wechseln:)

• Offenheit: Freundschaften schließen und neue Erfahrungen sammeln.

• Selbstständigkeit: Auf sich allein gestellt sein, Entscheidungen treffen.

• Vorbereitung: Informationen zu Altersbeschränkungen, Kosten und Besonderheiten vorher einholen.

,,Ein Auslandsjahr sei eine einmalige Chance, die man nutzen sollte, es prägt persönlich und erweitert den Horizont.“

~Romy Schütte, Ea

 

Romy und ihre Freunde beim Big Ben
Romy in China Town
Stundenplan

Unterrichtsstunden

Eigenverantwortliches Arbeiten

Tutot- Klassenstunde

 

 

 

 

 

Erstellt von Maria und Marya, Klasse Ea