Kadir Hatip im Verhör

Das Gymnasium Glinde freut sich immer über neue Vertretungslehrer, einer von ihnen ist Kadir Hatip für die Fächer Mathematik und Informatik.
Wir wollten ihn etwas besser kennenlernen und haben ihm einen individuellen Fragebogen vorgelegt, den er uns dankenswerter Weise ausgefüllt hat.
Dabei kam das ein oder andere lesenswerte Detail zum Vorschein.

 

Was genau haben Sie studiert / waren Sie zufrieden mit ihrem Studium?
Lehramt an Gymnasien Mathematik/Informatik

Nicht wirklich zufrieden. Zu viel Bürokratie. Das Schulpraktikum findet sehr spät im Studium statt. Das bedeutet, falls das Unterrichten jemandem keinen Spaß bringt, wird er es erst spät herausfinden und hat unter Umständen bereits einige Jahre vergebens studiert.

Wo haben Sie studiert (Uni / Ausland)
Uni Hamburg

Würden Sie ihr Studium Schülerinnen und Schülern empfehlen oder eher nicht?

Mathelehrer repräsentieren die gute Seite der Macht.

Ja! Aber ihr solltet vorher allerdings ein Praktikum in der Schule machen, eine Lehrkraft begleiten etc.

Was ist das Schwierigste im Studium gewesen?
Die fehlende Menschlichkeit des Systems. Es findet wenig Diskussion zwischen Professor*innen und Student*innen statt.

Schule
Warum wollten Sie Lehrer werden, und warum an dieser Schule? 
Ich war hier selbst Schüler! Nach meinem Abitur gab ich in den Räumen der Schule privat Nachhilfe, um nebenbei Geld zu verdienen. Dabei wurde ich zufällig von einer Lehrerin „erwischt“ und gefragt, ob ich denn nicht als Vertretungslehrer arbeiten könnte. Die Arbeit hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich für den Lehrerberuf entschloss.

Warum Mathe und Informatik?
Informatik, da sie das Leben von Menschen durch Automatisierung vereinfachen kann.

Mathematik, da sie ein Wundermittel zur Lösung von Problemen ist.

Lieblings- und Hassfach aus Ihrer Schulzeit!
Lieblingsfach: Sport

Hassfach: Chemie

Konnten Sie sich gut integrieren, welches Verhältnis haben Sie zum Kollegium?
Ja sehr! Die meisten Kollegen kenne ich bereits aus der Zeit als Vertretungslehrkraft oder als Schüler. Mit Herrn Mannheimer habe ich beispielsweise früher Parkour gemacht, als es noch „in“ war

Kommen Sie bisher gut mit Schülerinnen und Schülern klar / mögen Sie lieber jüngere oder ältere Schüler?
Ja, ich finde meine Schüler*innen sehr sympathisch und charismatisch. Sie können einem natürlich ab und zu auf die Nerven gehen, aber dafür nerve ich halt einfach zurück.

Was möchten Sie den Schüler*innen vermitteln?
In der Schule lernt ihr zu „lernen“. Also lernt so viel wie ihr könnt. Lernt das, was euch Freude bereitet. Esst niemals vom gelben Schnee.

Rückblickend
Hätten Sie Stand heute was anders machen wollen?
Nö.

Was waren Ihre Erwartungen und haben sie sich erfüllt? (z.B. Technische Gegebenheiten)?
Nicht ganz. Ich hätte erwartet, dass die Schulen nach meinem Abgang moderner und digitaler geworden wären.

Finden Sie es nicht frustrierend, jedem neuen Jahrgang immer wieder das Gleiche erklären zu müssen (Neustart vom Fortschritt des Vorjahres)?
Überhaupt nicht. Ich finde immer etwas Neues, dass ich an der Einheit verbessern könnte.

Sind Sie mit ihrem Verdienst als Vertretungslehrer einverstanden oder nicht?
Ich würde mir schon etwas mehr wünschen.

Persönliches
Was sind Ihre Hobbys?
Volleyball und Longboarden

Sarma; meist mit Reis gefüllte Weinblätter

Was ist Ihr Lieblingsfilm / -essen / liebstes mathematisches Problem / Informatikthema
Film: Shutter Island

Essen: Sarma

Mathe Problem: Das Vier-Farben-Problem

Informatik: Augmented Reality
Was wollten Sie als Kind werden?

Fußballspieler

Fun Fact über Sie!
Ich kann ein Rückwärtssalto auf einer Schaukel

Beitrag von Bennet Seeger und Sönke Oldsen