Berufsorientierung am Gymnasium Glinde

„Was mache ich bloß nach der Schule?“ fragen sich viele Schülerinnen und Schüler vor und nach dem Abschluss. Denn das Abi in der Tasche zu haben, bedeutet nicht automatisch, einen konkreten Studien- oder Berufsplan zu haben.

Es gibt so viele Möglichkeiten, wie zum Beispiel Geisteswissenschaften oder Naturwissenschaften zu studieren, oder passt besser ein duales Studium? Oder zuerst eine Ausbildung? Auch das Ausland lockt nach dem Abitur: Zum Beispiel ein Gap Year – ein Praktikumsjahr, welches erste Einblicke in die Berufswelt bietet, ebenso eine Work and Travel Tour, wo man um die Welt reist und dabei verschiedene einfache Jobs ausübt und neue Kulturen und Menschen kennenlernt. Aber was will ich nach dem Abi davon wirklich machen, was passt zu meinen Talenten, Fähigkeiten und Wünschen? Jeder Beruf ist anders und vielseitig und bietet verschiedene Seiten und Präferenzen, je nach Persönlichkeit, denn jede und jeder hat andere Begabungen oder Vorlieben.

Um auf diese Fragen besser vorbereitet zu sein und schneller Antworten zu finden, gibt es am Gymnasium Glinde im 10. Jahrgang (E-Jahrgang) das Fach Berufsorientierung.

Was macht man in dem Fach Berufsorientierung?
Bei dem Unterricht Berufsorientierung versucht man zum Beispiel, sich seine Stärken und Schwächen bewusst zu machen. Interessen sind wichtig für einen späteren Berufsverlauf, denn ohne Interessen kommt man bei der Berufswahl nicht weit. Es gibt umfassende Arbeitsbögen dazu. Passend zu persönlichen Interessen und Themen, mit denen man sich gern befasst, lassen sich auch persönliche Stärken und Fähigkeiten zuordnen, wie etwa Ausdauer, Geduld, Mut oder Kreativität.

Was will ich? Wer kann mich bei meinen Zielen unterstützen? Wo finde ich relevante Infos, die mich weiterbringen? Wie baue ich mir ein Netzwerk auf? Auch das wird geübt, gesammelt und reflektiert. Außerdem geht es darum, eigene Stärken und Schwächen zu reflektieren, sich gegenseitig in Kleingruppen Feedback zu geben, darüber nachzudenken, was Hobbys oder außerschulisches Engagement über mich aussagen und darüber, ob ich Verantwortung übernehmen kann. Verpflichtend ist auch ein Besuchstermin bei unserer Berufsberaterin Frau Vienna Wege. Zudem kommen professionelle Fachleute aus verschiedenen Branchen zu Besuch, um Einblicke in ihre Berufswelt zu ermöglichen und Fragen zu beantworten. Und natürlich besuchen wir Fachmessen rund um die Themen Studien- und Berufswahl, so etwa die Vocatium oder Einstieg Hamburg.

Wer unterrichtet es?
Frau Knebel, die auch Musik unterrichtet.
Frau Schneller, die das Fach Wirtschaft und Politik (WiPo) und Deutsch unterrichtet.
Frau Trötzer-Buhrke, die zugleich das Fach Homepage unterrichtet.

Wann / Wie lange hat man es? Kalander, Symbol, Piktogramm, Netz
Das Seminarfach Berufsorientierung läuft alle 2 Wochen, für 90 Minuten in der 9/10. Stunde am Montag von 15.25 Uhr bis 17.00Uhr

Persönliche Erfahrung
Wenn man einen guten Job haben will, der einen Spaß macht, muss man wissen, was auf einen zu kommt. Ich habe in Berufsorientierung viele neue Erfahrungen gemacht. Eine ist, dass ich meine Berufswahl gut einschränken konnte. Durch die ganzen verschiedenen Arbeitsbögen die man im Unterricht bekommt, schreibt man sich Notizen zu den Fragen/ zum Thema auf, wodurch man einen guten Überblick bekommt. Dadurch konnte ich schon viele Berufe ausschließen, die nicht zu mir persönlich gepasst haben.

Fazit
Wenn man noch keine Idee hat, was man in der Zukunft machen will, hilft das Seminarfach sehr. Man wird sich darüber bewusst, was man wirklich will und wo die wichtigen Interessen liegen. Später erarbeitet man sich auch Informationen zu bestimmten Studienfächern, Ausbildungsmöglichkeiten und Berufswegen.

Beitrag von Ferdinand Otto aus der Eb