Kino, Geschichte, Gänsehaut – Ausflug in der Schulkinowoche

Im Rahmen der Schulkinowochen haben wir, die Ea und die Ec, als außerschulische Exkursion im Fach Geschichte, das Hansa Filmstudio in Bergdorf besucht und den Film „Oppenheimer“ geschaut. Während der Exkursion wurden wir von unseren Geschichtslehrern begleitet. Als der Film 2023 in die Kinos kam, wurde er international sehr erfolgreich. Wir entschieden uns, ihn zu schauen, um mehr über die Entstehung der ersten Atombombe zu erfahren.

Der Film ist ein biografischer Historienfilm von Christopher Nolan, der über die Lebensgeschichte des „Vaters der Atombombe“, J. Robert Oppenheimer, erzählt. Der Film thematisiert die komplexe Lebensgeschichte von Oppenheimer, der wissenschaftliche Leiter des Manhattan-Projekts, das zur Entwicklung der ersten Atombombe führte. Das Manhattan-Projekt begann im Jahr 1942 in den Vereinigten Staaten, und viele Physiker wie Enrico Fermi, Edward Teller und Albert Einstein wirkten mit. Es sollte schnell eine Atombombe entwickelt werden, weil die USA befürchteten, Nazi-Deutschland könnte schneller sein und Hitler zum Sieg verhelfen – aber Oppenheimer beendete mit seiner Atombombe nicht wirklich den Krieg, sondern beschleunigte vielmehr auch den globalen Wettbewerb bei der Entwicklung von Atomwaffen.

Albert Einstein
„Oppenheimer erzählt Einstein, dass er befürchtet, dass seine Erfindung der Atombombe zu einer gefährlichen Kettenreaktion führen könnte“ (Quelle: IMDb)

Trotz des schönen Ausfluges und Filmes, war der Film für uns Schüler:innen nicht immer schlüssig. Der Film ist sehr komplex, vor allem dadurch, dass viele Szenen in verschiedenen Jahren spielten, jedoch nicht in chronologischer Reihenfolge. Das machte es uns Zuschauern schwer, die Handlung zu verfolgen. Es wäre sinnvoll gewesen, hätten wir in der Schule im Voraus mehr über die Geschichte der Entstehung erfahren. Viele Schüler:innen hatten kaum bis gar kein Vorwissen, somit war es schwer, die Handlung zu verfolgen.

Jedoch sehr positiv war für uns Schüler:innen die expressive Darstellung von Oppenheimers Empfindungen und Gefühlen. Wir haben Einblick in seine Gedanken bekommen, dass er ab einen gewissen Zeitpunkt die Entwicklung der ersten Atombombe, nicht mehr voll und ganz befürwortet hat. Vor allem eine Szene ist uns Schüler:innen und Lehrer:innen im Kopf geblieben. Die Szene in der er Applaus bekommt für das Erschaffen der Atombombe. Er selber wurde aber überfordert und gestresst durch den Beifall, da er es bereute, die Atombombe erfunden zu haben.

Oppenheimer
Cillian Murphy im Film „Oppenheimer“ als J. Robert Oppenheimer (Quelle: IMDb)

Abschließend gefiel mir der Film gut. Jedoch durch das mangelnde Vorwissen, war es schwerer, den Film zu verstehen. Unser Nachbereitungsgespräch im Geschichtsunterricht half dabei aber sehr gut. Wir sind den Film nochmal chronologisch durchgegangen und haben unverständliche Szenen besprochen. Somit gefiel mir der Film gut und es war interessant, sich danach mit den Mitschülern auszutauschen.

Artikel von Anina Sommer (Ea). Seminar Schulhomepage.