Mein Praktikum in einer Zahnarztpraxis

Von Konstantin Möbius

Wie sieht der Alltag in einer Zahnarztpraxis wirklich aus? Diese Frage hat mich dazu verleitet, in einer solchen mein zweiwöchigen Praktikum in der 10. Klasse durchzuführen. In der Praxis von Dr. med. dent. Matthias Bahr bekam ich Antworten, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

 

Ein gelungener Start

Schon bei dem  ersten Schritt in die Praxis wurde ich freundlich im Team willkommen geheißen . Die Atmosphäre war nicht nur professionell, sondern auch kollegial. Dadurch fiel es mir leicht, mich einzufinden.

Vielseitiger Beruf mit handwerklichem Anspruch

Mir wurde klar, dass der Beruf des Zahnarztes mehr ist, als nur die Behandlung von Zähnen. Neben medizinischen Kenntnissen ist es wichtig, den menschlichen Körper gut zu kennen. So kann man auf Allergien oder Unverträglichkeiten reagieren, zum Beispiel bei Betäubungsmitteln oder Materialien.

Gleichzeitig spielt das Handwerk eine große Rolle. Alle Arbeiten erfordern Präzision und eine gewisse handwerkliche Geschicklichkeit um mit Materialien arbeiten zu können. In der Praxis werden beispielsweise Knirschschienen oder Kronen im eigenen Labor hergestellt, teilweise mithilfe von einem 3D-Drucker. Dadurch wird deutlich, wie Medizin, Technik und handwerkliches Arbeiten miteinander verbunden sind.

 

Vorwissen und aktive Mitarbeit

Durch meine „medizinische Vorerfahrung“, die ich durch mein Elternhaus in die Wiege gelegt bekommen habe, war ich bereits gut vorbereitet und konnte viele Abläufe schnell verstehen. Gleichzeitig war ich sehr motiviert und habe mich aktiv eingebracht,  infolge dessen durfte ich bei vielen Aufgaben mithelfen und einen besonders intensiven Einblick in den Praxisalltag erlangen.

Ich habe bei Behandlungen assistiert, zum Beispiel beim Absaugen, und war so direkt ein Teil des Geschehens. Dabei wurde mir schnell klar, wie wichtig Teamarbeit und gute Kommunikation sind.

Eigene praktische Erfahrungen

Ein Highlight war, dass ich auch selbst praktisch arbeiten durfte, natürlich an Übungsmodellen. Ich habe Zahnstein entfernt und eine Parodontitis-Behandlun durchgeführt. Dabei konnte ich mein Wissen anwenden und so praktische Erfahrungen sammeln.

 

Der Umgang mit Patientinnen und Patienten

Ein wichtiger Teil des Berufs ist der Umgang mit Menschen. Viele Patientinnen und Patienten kommen mit Unsicherheit oder Angst in die Praxis. Umso beeindruckender war es für mich zu sehen, wie einfühlsam und geduldig das Team auf jede Person eingeht.

 

Fazit

Das Praktikum war für mich eine wertvolle Erfahrung. Ich habe nicht nur fachlich viel gelernt, sondern auch einen Eindruck vom Berufsalltag bekommen. Besonders die Kombination aus medizinischem Wissen, handwerklicher Arbeit und moderner Technik hat mich beeindruckt.

Für mich steht nach diesen zwei Wochen fest: Ein Studium der Zahnmedizin kann ich mir sehr gut vorstellen.

Allen Schülerinnen und Schülern, die sich für ein Praktikum im medizinischen Bereich interessieren, kann ich eine Zahnarztpraxis empfehlen. Man erhält vielfältige Einblicke und kann schnell herausfinden, ob dieser Beruf zu den eigenen Interessen passt.

 

Meine Tipps

  • Arbeite engagiert/zeige Interesse
  • Kleide dich dem entsprechend
  • Erkundige dich über den Beruf
  • Erarbeite dir Vorwissen
  • Weise einen gepflegten Anblick vor