Die MINT‑Wettbewerbe am Gymnasium Glinde richten sich an naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler, die ihrem Interesse an Physik, Chemie sowie Technik und weiteren Naturwissenschaften auch außerhalb des regulären Unterrichts nachgehen möchten. Sie entwickeln und bauen eigene Projekte, die anschließend zu Wettbewerben eingereicht werden.
Durch das Engagement der Teilnehmenden und das Bestreben, hochwertige Ergebnisse zu erzielen, werden ihre Talente gefördert und ihr Wissen in den MINT‑Bereichen erweitert. Neben theoretischen Inhalten spielt die Praxis eine große Rolle, wodurch die Schülerinnen und Schüler die praktischen Seiten der MINT‑Fächer kennenlernen — Aspekte, die im normalen Unterricht oft zu kurz kommen. Schwerpunkte der Wettbewerbe liegen im Ingenieurwesen, einem Bereich, der eng mit den MINT‑Fächern verknüpft ist. Mit ihren Projekten können sich die Teilnehmenden auf Landesebene qualifizieren und bei Erfolg am Bundeswettbewerb sowie an der Preisverleihung in Berlin teilnehmen. Das Seminarfach wird seit mehreren Jahren erfolgreich von Herrn Bruhn geleitet.
Siehe auch hier: https://gymglinde.info/mint-wettbewerbe/
Ein aktuelles Beispiel ist die Teilnahme einiger unserer Schülerinnen am Junior.ING Wettbewerb
Die Schülerinnen und Schüler planen und entwerfen Ingenieurbauwerke. Das Motto dieses Jahres ist „Arena – gut überDACHt“. Aufgabe ist es, eine Arena zu entwerfen und ein entsprechendes Modell zu bauen.

Die Vorgaben verlangen Präzisionsarbeit:
Bauen im exakten Maßstab 1:80.
Die Tribüne selbst hat einen Radius von 14-16 cm und eine Höhe von 4-6 cm.
Das gesamte Modell darf eine Grundfläche von 40 x 40 cm und eine Höhe von 40 cm nicht überschreiten.
Härtetest: Sandbeutel und Föhn
Einfach nur „schön aussehen“ reicht nicht. Um zu gewinnen, müssen die Modelle zwei harte Funktionstests bestehen:
Traglasttest: Das Dach muss ein Gewicht von 250 g (ein kleiner Sandbeutel) tragen können, was eine extreme Schneelast simuliert.
Windtest: Ein 1000-Watt-Föhn simuliert aus 30 cm Entfernung heftige Windböen aus verschiedenen Richtungen.
Unsere Teams haben hierfür geschickt Holz, Styropor, Seile und durchsichtige Plastikfolie kombiniert, um sowohl Stabilität als auch eine freie Sicht auf die Bühne zu garantieren.
Der Weg nach Berlin
Die Modelle sind nun fertig und werden zur Bewertung an die Ingenieurkammer geschickt. Es geht um viel: Im Landeswettbewerb winken Preise bis zu 250 €.
Die Landessieger qualifizieren sich für den Bundesentscheid, der mit bis zu 500 € dotiert ist. Zudem lobt die Deutsche Bahn einen Sonderpreis aus. Das große Finale findet am 19. Juni 2026 im Technikmuseum in Berlin statt. Wir hoffen natürlich, dass eines unserer Modelle dort auf dem Siegertreppchen steht!

Das fertige Modell, bereit für die Experten-Jury.
Artikel und Fotos Seminarfach Homepage (Louis und Jasper)