Verstärkung für Deutsch und Biologie – Interview mit Frau Heinze

Frau Jasmin Heinze ist eine neue Lehrerin, die zurzeit ihr Referendariat mit den Fächern Deutsch und Biologie an unserer Schule durchläuft. Gerade hat sie ihr erstes Jahr geschafft – ein guter Zeitpunkt, um mehr über sie und ihre Eindrücke aus dem Unterricht zu erfahren – zum Beispiel, warum Biologie so viel Spaß bringt, welche Klassenstufen sich wie verhalten und was sie vor dem Lehramt gemacht hat… .
Frau Heinze vor dem Lehrerzimmer
Frau Heinze vor dem Lehrerzimmer

Hallo Frau Heinze, welche Fächer unterrichten Sie aktuell am Gymnasium Glinde?

„Ich unterrichte Biologie und Deutsch“

Warum haben Sie diese Fächer ausgewählt, was finden Sie an denen so gut?

„Am Deutschunterricht finde ich gut, dass er so abwechslungsreich ist. Man setzt sich mit dem Aufbau der Sprache auseinander oder beschäftigt sich mit Literatur, man kann kreative oder kommunikative Aufgaben machen. Es ist einfach sehr, vielfältig. Und in der Biologie mag ich es, dass man praktisch arbeiten kann. Man kann aus dem Klassenzimmer nach draußen gehen, man kann mikroskopieren oder Kochen, wenn man das Thema Ernährung macht. Der Biologieunterricht ist oft einfach ganz anders als der Deutschunterricht und deswegen mag ich die Kombination beider Fächer sehr gerne.

Welche Klassen unterrichten Sie gerade?

„Aktuell unterrichte ich eine 8. Klasse in Deutsch und in Biologie habe ich eine 6., 9., und 10. Klasse.“

Seit wann sind Sie an dieser Schule?

„Ich bin seit Februar 2023 an dieser Schule.“

Welche Klassenstufe mögen Sie am liebsten

„Ich würde sagen, festlegen kann man sich da gar nicht, jede Klassenstufe hat ihre Vor- und Nachteile. In den jüngeren Klassenstufen mag ich es spielerisch zu arbeiten. Allerdings hat man da oft große Klassen, da ist es oft etwas wuselig. Wenn man dann in die höheren Jahrgangsstufen kommt, dann kann man tiefer in die Fachinhalte eintauchen, was mir auch Spaß macht. Ich habe also keine präferierte Klassenstufe, sondern mag einfach den Mix aus jüngeren und älteren Schülerinnen und Schülern.

Warum haben Sie diese Schule ausgewählt?

„Wenn ich ganz ehrlich sein soll, habe ich die Schule nicht ausgewählt, sondern wurde zugeteilt.  Es ist ja im Referendariat so, dass man Kreise angeben darf, wo man gerne an die Schule kommen würde. Das wird dann bei der Schulzuteilung berücksichtigt und so bin ich hier ans Gymnasium Glinde gekommen. Ich komme aus Lübeck, das heißt, ich habe einen langen Fahrweg. Ich muss sagen anfangs war ich ein kleines bisschen enttäuscht, weil ich gedacht hab, es wäre auch ganz schön gewesen eine Schule zu haben, die ein bisschen dichter bei Lübeck ist, aber im Endeffekt bin ich froh hier gelandet zu sein.“

Wollten Sie schon immer unterrichten?

„Nein, wollte ich tatsächlich noch nicht immer. Ich habe nach dem Abitur erst eine Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht. Während der Ausbildung habe ich dann ziemlich schnell gemerkt, dass den ganzen Tag im Büro sitzen und vor dem Computer arbeiten nicht so mein Ding ist. Außerdem habe ich viele Jahre bei uns im Sportverein als Handballtrainerin gearbeitet und hatte dementsprechend viel mit Jugendlichen zu tun. Dabei habe ich festgestellt, dass es mir total viel Spaß macht, anderen zuzusehen wie sie Fortschritte machen, ihnen Dinge beizubringen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Ich habe dann geguckt welche Berufe es gibt, die das mit sich bringen und bin dann recht schnell auf den Lehrerberuf gekommen.“

Was sind Ihre persönlichen Stärken und was macht ihren Charakter aus?

Auf diese Frage antwortete Frau Heinze: „Hm, das ist eine schwierige Frage. Als Schwäche würde ich momentan definitiv meinen Perfektionismus nennen. Ich möchte gerne immer alles hundertprozentig machen und stelle jetzt während des Referendariats fest, dass das leider nicht immer möglich ist. Meine Stärken sind denke ich meine Empathie und Kreativität.“

Denken Sie, dass praktischer Unterricht besser als theoretischer Unterricht ist?

„Grundsätzlich macht mir der praktische Unterricht mehr Spaß, aber manchmal ist es einfach notwendig die Theorie im Vorwege zu besprechen, um in die Praxis übergehen zu können. Ich finde aber schon, dass der praktische Unterricht viele Vorteile hat. Schülerinnen und Schüler können die Unterrichtsfächer beim praktischen Arbeiten auf eine andere Art und Weise kennenlernen, wie es ihnen die Arbeit mit dem Buch vielleicht nicht ermöglicht und ich glaube, dass das für viele motivierend ist.

Ein Biologieraum
Einer der neuen Biologie Räume an unserer Schule.

Fühlen Sie sich in der Schule gut aufgenommen?

„Ja, absolut. Es gibt hier ein sehr nettes Kollegium, das mich in jeglicher Hinsicht unterstützt. Ich habe mich von Beginn an gut aufgenommen gefühlt. Und natürlich sind die Schülerinnen und Schüler sehr nett und freundlich J“

Was macht Ihrer Meinung nach dieses nette Kollegium aus?

„Wie schon gesagt, man fühlt sich einfach direkt aufgenommen. Man kann jederzeit Fragen stellen, wird unterstützt, wenn man Hilfe braucht und man findet immer jemanden, der einem bei der Unterrichtsvorbereitung Tipps gibt. Man fühlt sich einfach nicht alleine in dieser Herausforderung des Referendariats. “

Denken Sie, dass es bei Ihnen noch Verbesserungspotential gibt?

„Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, man lernt nie aus und muss sich immer etwas Neues überlegen, um seinen Unterricht motivierend zu gestalten; das bringt dieser Beruf einfach mit sich.”

 

Interview Jan-Malte Neumann, 10 c.